Hammerflügel nach Anton Walter,
Wien, um 1800
 
Ein herausragender Klavierbauer zur Zeit W.A. Mozarts war Gabriel Anton Walter (1752 – 1826) in Wien. Das heute im Mozarteum Salzburg ausgestellte Instrument entstand in Walters Werkstatt und wurde im Jahre 1782 von Mozart erworben.


Vorbilder:
- Germainsches Nationalmuseum in Nürnberg (MINe109).
- Kunsthistorisches Museum in Wien (zwei Instrumente).
- Privatbesitz (jetzt London).

Tonumfang: FF – g’’’.
Zwei Kniehebel für die Dämpfungsaufhebung* und für den Moderator*.

Materialien:
Konstruktion aus Fichten- bzw. Tannenholz.
Sägefurniere: Mahagoni, Innendeckel Eibe.
oder: französisch Nuss.

Klaviatur mit Knochen belegt (Obertasten geschwärzte Birne mit Ebenholz)

Schmuckwerk:
Vergoldete Messingapplikationen.

Oberflächenbehandlung:
Schellackpolitur.

Der Klang dieses Hammerflügels ist ungemein farbenreich und lebendig, mit einem feinen aber brillanten Diskant und einer für die geringe Größe des Flügels erstaunlichen Klangfülle. Er ist das ideale Instrument für die Interpretation der Werke Mozarts und seiner Zeitgenossen (Haydn, Clementi).




*(Bei Betätigung dieses Kniehebels wird der gesamte Dämpferkasten angehoben. Damit heben sämtliche Dämpfer von den Saiten ab, sodass diese frei ausschwingen können)

*(Bei Betätigung dieses Kniehebels wird ein Tuchstreifen zwischen Hammer und Saite geschoben, was einen dunklen, „mysteriösen“ Klang ergibt).


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