Italienisches Cembalo,
„false-inner-outer“
 
Vorbild:
Ursprünglich ein anonymes florentinisches Cembalo aus dem Musikinstrumenten–Museum der Universität Leipzig (Katalog Nr. 89).
Gegenüber dem Originalinstrument habe ich allerdings die in der Tenorlage problematische Mensur (klingende Saitenlängen) korrigiert.

Typus: „false-inner-outer“*
Tonumfang: GG – d’’’
Disposition: 8’, 8’

Materialien:
Das Gehäuse ist ganz aus Pappelholz.
Der Resonanzboden ist aus Tanne.
Rosette aus Ziegenpergament.
Die Klaviaturen sind mit Buchsbaum, oder Elfenbein belegt (Obertasten Ebenholz).
Aufdopplungen im Innenbereich aus Zypresse.

Oberflächenbehandlung:
Kreidegrund, Kasein- bzw. Acryfarbe.
Zypresse mit Schellack und Wachs behandelt.

Das Instrument hat den für italienische Cembali so typischen kräftigen und spritzigen Klang, hat aber durch die besondere Konstruktion durchaus auch kantable Komponenten. Es ist ideal für Musik vom Mittelalter bis zum Frühbarock und natürlich für die gesamte italienische und iberische Musik bis ins späte 18. Jahrhundert (A. Soler, D. Scarlatti). Aufgrund seiner Durchsetzungsfähigkeit und seiner Präsenz ist es ein ideales Continuo-Instrument, das dank seines geringen Gewichts auch schnell und leicht zu transportieren ist.




*Die überwiegende Mehrzahl italienischer Cembali sind dünnwandige Zypressenholz-instrumente mit Wandstärken von nur etwa 4mm. Diese fragilen Instrumente wurden häufig zum Schutz vor Beschädigung und Staub in einem für sie gemachten Kasten mit Deckel aufbewahrt („true-inner-outer“).
Beim Typus des „false-inner-outer“ ist der Kasten bereits der eigentliche Cembalokorpus und eingeleimte Aufdopplungen und Profilleisten aus Zypressenholz im Inneren sollen die Illusion erwecken, als handele es sich um ein Zypresseninstrument in seinem Kasten.


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