Flämisches Cembalo, nach Joh. Ruckers,
Antwerpen, 1624 petit ravalement
 
Vorbild:
Instrument von Ioannes Ruckers 1624, heute im Musée d´Unterlinden in Colmar.

Tonumfang: GG (ohne GIS) – d’’’ , petit ravalement* .
Disposition: 8’, 4’, 8’, Lautenzug

Materialien:
Sämtliche Gehäuseteile einschließlich der Innenkonstruktion aus Pappel- oder Weidenholz.
Der Resonanzboden ist aus Fichtenholz.

Rosette aus vergoldetem Zinn.

Die Klaviaturen sind mit Ebenholz (Obertasten Knochen) oder Knochen (Obertasten Mooreiche) belegt.
Der Innenraum ist mit der für flämische Instrumente typischen ornamentalen Tapete ausgekleidet.
Untergestell aus Eiche.

Oberflächenbehandlung:
Kreidegrund und Kasein- bzw. Acrylfarben.
Blattvergoldungen 23,75 Karat.

Der Klang des Instrumentes besticht durch seine Brillanz und seinen hellen klaren Charme. Es verfügt über eine große Klangfülle und kraftvolle Bässe und ist sehr durchsetzungsfähig.
Seine klanglichen Eigenschaften machen es zu einem äußerst vielseitigen Instrument, auf dem sich verschiedenste Stile (z.B. niederländisch, französisch, deutsch) überzeugend darstellen lassen.




*Zwischen 1680 und 1720 wurde der Tonumfang in Frankreich erweitert: das Instrument bekam neue Klaviaturen und damit einen neuen Tonumfang von GG (ohne GIS) – d’’’, sowie eine Schiebekoppel für die beiden Manuale.

Diese Art der Umfangserweiterung ohne Gehäuseveränderung nennt man „petit ravalement“. Wird auch das Gehäuse des Instrumentes zur Erweiterung des Tonumfangs verbreitert, so spricht man vom „grand ravalement“.


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