Frz. Cembalo nach Pierre Donzelague,
Lyon, 1711
 
Vorbilder:
Zwei Instrumente von Pierre Donzelague:
- „Musée des Arts décoratifs“ in Lyon.
- Privatsammlung in London.

Das Londoner Originalinstrument ist aus dem Jahre 1711. Es ist in bestem, spielbarem Zustand, was nicht zuletzt auf die Genialität seiner Konstruktion zurückzuführen ist.
Reizvoll an dem eigentlich französischen Instrument sind die flämischen Einflüsse:
Francois Donzelague, der Vater und wohl auch Lehrherr Pierres, war ebenfalls Instrumentenmacher und arbeitete in Brugge.

Tonumfang: FF – f’’’
Disposition: 8’, 4’, 8’, Lautenzug möglich (nicht original)
Der Einbau einer Transponiereinrichtung für a’ = 392 / 415 / 440 Hz ist bei diesem Instrument ohne Veränderung der Orginalproportionen möglich (allerdings entfällt FF bei 392 Hz und f’’’ bei 440 Hz.)

Materialien:
Der Korpus ist aus Pappelholz gefertigt. Unterboden und Resonanzboden aus Tannenholz.
Die Klaviaturen sind mit Ebenholz belegt (Obertasten aus Nussbaum mit Knochen).
Der Innenraum ist mit einer goldgeprägten Tapete geschmückt.

Oberflächenbehandlung:
Kreidegrund, Kasein- bzw. Acrylfarben.
Bei Acrylfarben kann ein Überzug in Form einer Schellackpolitur aufgebracht werden.
Blattvergoldungen 23,75 Karat.

Dieses Instrument zeichnet sich durch eine große, wunderbar tragende und facettenreiche Klangfülle aus. Es hat wuchtige, sonore Bässe und einen langen, warmen Ton.
Es ist ideal für die französische Cembalosololiteratur des 17. und 18. Jahrhunderts. Es ist ein wunderbares Instrument für Kammermusik dieser Zeit. Durch seinen ungewöhnlich großen Tonumfang eignet es sich auch sehr gut für die Solo- und Konzertliteratur bis zur Frühklassik.


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